Der Rollladenkasten wird mitgedacht
Im Bestand der sechziger und siebziger Jahre ist der ungedämmte Kasten die größte Wärmebrücke am Fenster. Beim Aufmaß sage ich Ihnen, ob der vorhandene bleiben kann.
Bad Kreuznach ist die Stadt, in der ich am häufigsten arbeite: rund elf Kilometer nördlich von Fürfeld, gut eine Viertelstunde Fahrt. In der Kreisstadt stehen vier Bauepochen nebeneinander — und jede hat ihre eigenen Fenster, ihre eigenen Rollladenkästen und ihre eigenen Schwachstellen.
Die Entfernung klingt nach einer Nebensache, entscheidet aber darüber, wie ein Auftrag abläuft. Wer eine Stunde Anfahrt hat, will alles in einem Termin erledigen: messen, bauen, weg. Bei elf Kilometern muss ich das nicht. Ich komme zum Aufmaß, ich komme zur Montage, und ich komme noch einmal, wenn sich nach einem Jahr ein Flügel gesetzt hat.
Das gilt auch für die kleinen Sachen, für die ein größerer Betrieb keinen Wagen losschickt: ein gerissener Rollladengurt, eine harte Dichtung, ein Fenster, das oben nicht mehr anliegt. Rufen Sie an und beschreiben Sie, was klemmt — was sich am Telefon klären lässt, klären wir am Telefon.
Im Kurviertel und in den Gründerzeitstraßen stehen hohe, schmale Fenster mit Sprossenteilung. Wer sie ersetzt, muss zwei Dinge zusammenbringen: heutige Dämmwerte und ein Fassadenbild, das nicht kippt. Ein zu breiter Rahmen oder eine Sprosse in falscher Teilung fällt an so einer Fassade sofort auf. Steht das Haus in einer Denkmalzone, klären wir vor der Bestellung ab, was zulässig ist — nicht hinterher.
Die Nachkriegsbauten der fünfziger Jahre haben kleinere Formate und wurden vielfach in den achtziger Jahren schon einmal auf Isolierglas umgerüstet. Genau diese zweite Generation ist heute fällig: Die Scheiben beschlagen zwischen den Gläsern, weil der Randverbund undicht ist, und die Beschläge gibt es als Ersatzteil längst nicht mehr.
In den Siedlungen der sechziger und siebziger Jahre sitzt das eigentliche Problem nicht im Fenster, sondern darüber. Die eingebauten Rollladenkästen aus dieser Zeit sind praktisch ungedämmt und ziehen die Wärme aus dem Raum, egal wie gut das neue Element darunter ist. Der Kasten gehört deshalb zum Fenstertausch dazu — sonst tauschen Sie die eine Hälfte und behalten die andere.
In den Neubaugebieten am Stadtrand stellt sich die umgekehrte Frage. Dort sind die Fenster dicht, aber groß: Bodentiefe Elemente nach Süden und Westen heizen den Raum im Sommer so auf, dass abends niemand mehr darin sitzen mag. Das löst außenliegender Sonnenschutz, nicht die Klimaanlage.
Im Bestand der sechziger und siebziger Jahre ist der ungedämmte Kasten die größte Wärmebrücke am Fenster. Beim Aufmaß sage ich Ihnen, ob der vorhandene bleiben kann.
Sprossenteilung, Rahmenansicht, Farbe und Oberfläche entscheiden Sie am Muster an Ihrer eigenen Fassade — an einer Gründerzeitfassade verzeiht ein Katalogbild nichts.
Terrassentür hinterm Haus, Fenster hinter der Hecke, Souterrain: die Stellen, an denen jemand ungesehen arbeiten könnte. Im ersten Stock meist rausgeworfenes Geld.
Raffstores, Markisen oder ein Terrassendach für die Süd- und Westseiten in den Neubaugebieten. Innenliegender Schutz nimmt nur die Blendung.
In Bad Kreuznach kommt beides gleich häufig vor: der komplette Fenstertausch im Bestand und die Beschattung im Neubau. Beides gibt es bei uns aus einer Hand.
Was sich am Telefon klären lässt, klären wir am Telefon. Wenn nicht, komme ich zum Aufmaß vorbei — bei 11 km ist das kein Aufwand.
Ja. Bei elf Kilometern Anfahrt lohnt sich auch ein kleiner Auftrag — ein Fenster, eine Balkontür, ein klemmender Rollladen. Rufen Sie an und sagen Sie, worum es geht; oft lässt sich schon am Telefon einschätzen, ob eine Reparatur reicht oder ob das Element raus muss.
Meistens ja, aber nicht mit dem erstbesten Element. Entscheidend sind Teilung, Rahmenansicht, Farbe und oft auch das Öffnungsverhalten zur Straße hin. Was zulässig ist, klären wir vor der Bestellung mit der zuständigen Stelle — nach dem Einbau ist es dafür zu spät und wird teuer.
In den meisten Fällen ja. Hat der vorhandene Kasten genug Platz, kommt der Antrieb dort hinein. Ist innen kein Platz, ergänzen wir außen einen Aufsatz- oder Vorbaukasten. Welcher Weg der richtige ist, entscheidet der Kasten — das sieht man erst, wenn er offen ist.
Fenster gehören meist zum Gemeinschaftseigentum, auch wenn sie in Ihrer Wohnung sitzen. Dafür braucht es einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft. Ein schriftliches Angebot, das Sie in die Versammlung mitnehmen können, machen wir Ihnen gern vorher.
Ja. Dichtungen, Beschläge, Griffe, Rollladengurt, Welle und Panzer — auch an Elementen, die ein anderer eingebaut hat. Wenn sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, sagen wir Ihnen das genauso deutlich.
Diese Orte sind das Kerngebiet um Fürfeld. Für größere Aufträge fahren wir durch ganz Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland — das steht auf der Seite zum Einsatzgebiet. Ihr Ort ist nicht dabei? Rufen Sie an, dann sagen wir Ihnen, ob sich der Weg lohnt.
Rufen Sie an und sagen Sie mir, worum es geht. Ich komme nach Bad Kreuznach, messe auf und sage Ihnen, was sinnvoll ist — und was nicht.
Termine nach Vereinbarung — bitte vorher anrufen, dann ist Zeit für Sie.
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